Auf Google werben – und dafür Steuern zahlen!

Auf Google werben – und dafür Steuern zahlen!

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Internetkonzerne wie Google & Co. zahlen hierzulande kaum Abgaben. Nach Recherchen des ZDF-Magazin Frontal-21 versuchen Finanzämter nun von deutschen Werbetreibenden hier zusätzliche Steuern einzutreiben.

Der aktuelle Fall lt. Frontal-21:
Eigentlich lief alles rund bei der Firma Schönberger. Der bayerische Mittelständler verkauft Markisen und Rollläden übers Internet. Die Stimmung war prächtig - bis eines Tages Post von den bayerischen Finanzbehörden kam. Nach einer Betriebsprüfung hieß es plötzlich, die Firma solle auf alle Werbeanzeigen, die sie in den vergangenen Jahren bei Google geschaltet hat, nachträglich 15 Prozent Steuern zahlen. "Das bedeutet, dass wir von einer Steuernachzahlung im Bereich von zwei bis vier Millionen Euro ausgehen müssen", sagt Geschäftsführer Michael Mayer.

Die Auswirkungen:
Und dies nur, weil unser Staat nicht willens ist große Internetkonzerne zu besteuern. Es ist halt viel einfacher sich das Geld vom kleinen Unternehmer zu holen. Dass dies allerdings gerade in Bayern passiert, wo sich eine allmächtige CSU rühmt kleinen und mittleren Unternehmen beste Wettbewerbschancen zu bieten, darf man ruhig als Skandal bezeichnen

Ob diese Art der Besteuerung bundesweit Einzug hält, ist nicht klar. Die bayerischen Finanzämter seien angewiesen, "die betroffenen Fälle bis zur endgültigen Festlegung einer bundeseinheitlichen Verwaltungsauffassung offen zu halten", heißt es aus dem bayerischen Finanzministerium.

Doch der Bundesfinanzminister will sich noch nicht festlegen. Hierzu "besteht noch keine abgestimmte Auffassung zwischen den Finanzverwaltungen von Bund und Ländern", teilt sein Ministerium mit. Man arbeite zudem weiterhin an einer internationalen Lösung, um die großen Internet-Konzerne angemessen zu besteuern. Wie lange das dauert, dazu gab es keine Auskunft.

Mancher Unternehmer könnte dann schon pleite sein - dank des unkoordinierten Vorstoßes deutscher Finanzbeamter.  Es betrifft im Endeffekt jede Branche, ob das ein Arzt ist, Handwerker, Händler oder Dienstleister - jeder, der heute Werbetreibender auf Google ist, ist von dieser Steuer betroffen.

Hier können Sie den Frontal-21-Bericht in der Mediathek des ZDF ansehen:
https://www.zdf.de/nachrichten/heute/wegen-google-und-co-deutschen-mittelstaendlern-droht-insolvenz-102.html

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Foto: Screenshot empathie agentur
Quelle: ZDF